C-Seminare
Übersicht:
Elvira Muffler (MEG Wandlitz), Dipl.-Soz. Päd.
Dr. Kai Fritzsche
Hypnotherapeutische Konzepte und Ego-State-Therapie
Ghita Benaguid, Dipl.-Psych.
Angst und Lampenfieber
Dr.med. Astrid Vlamynck
Das wird schon. Wie die Liebe (wieder) schön werden kann.
Hypnotherapeutische Rituale für die Liebe.
Stefanie Schramm, Dipl.-Psych.
Hypnose lernen ist nicht schwer
Ortwin Meiss, Dipl.-Psych.
Schuld, Schuldgefühl und schlechtes Gewissen
Dr. Burkhard Peter, Dipl.-Psych.
Hypnotherapeutische Schmerzkontrolle
Dr. Elsbeth Freudenfeld und Prof. Dr. Dirk Revenstorf
Bearbeitung von Träumen
Dr. Kai Fritzsche, Dipl.-Psych.
Einführungsseminar in die Ego-State-Therapie
"Beziehungsaufbau mit ressourcenreichen Ego-States"
Hanne Seemann, Dipl.-Psych.
Freundschaft mit dem eigenen Körper schließen –
Therapie psychosomatischer Störungen
Paul Janouch Dipl.-Psych., Dipl.-Päd.
Hypnotherapie bei Angststörungen
Hanne Seemann, Dipl.-Psych.
Selbstherrlichkeits-Training für Frauen und schüchterne Männer
Mit Power hervortreten – mit Gelassenheit zurücktreten
Elvira Muffler (MEG Wandlitz), Dipl.-Soz. Päd.
Hypnosystemische Konzepte in der Psychoonkologie: Therapie und Beratung von Angehörigen, psychoonkologische Paar- und Familiengespräche
17./18. Februar 2012Krebsdiagnosen und -behandlungen beeinflussen den erkrankten Menschen ebenso wie sie die Menschen im Umfeld des Erkrankten beeinflussen. Diagnose und Behandlung induzieren Trancen und führen zu einer hohen Suggestibilität der Betroffenen. Dies erfordert eine reflektierte Kommunikation der Behandler/-innen und fundierte Kenntnisse über die suggestive Wirkung verbaler und nonverbaler Kommunikation. Hypnosystemische Interventionen können die Menschen des gesamten Systems wieder handlungsfähig machen und die Lebensqualität deutlich verbessern.
Angehörige von Tumorpatient/-innen sind in verschiedener Hinsicht belastet und sich oft gleichzeitig ihrer Bedürftigkeit nach Unterstützung wenig bewusst. Gezielte hypnotherapeutische Interventionen können das gesamte System entlasten und den Zugang zu vorhandenen Ressourcen (wieder) ermöglichen.
Dafür kann man das psychotherapeutische Setting mit Einzel-, Paar- oder Familienterminen ebenso einsetzen, wie Beratungsgespräche oder informelle Gespräche, die sich im Behandlungsablauf ergeben. Die vorgestellten Konzepte sind deshalb für das Setting in der Psychotherapie ebenso geeignet wie für das ärztliche oder psychosoziale Beratungsgespräch in der Onkologie.
Im Seminar werden für verschiedene Situationen hypnosystemische Interventionen und Gesprächsstrategien vorgestellt und geübt. Dies geschieht an Beispielen aus dem Berufsalltag der Teilnehmer/-innen und hat damit neben den anwendungsbezogenen Inhalten auch supervisorische Aspekte.
Dr. Kai Fritzsche
Hypnotherapeutische Konzepte und Ego-State-Therapie
09./10. März 2012
Der Verlust von nahe stehenden Menschen stellt ein kritisches Lebensereignis dar. Für die Betroffenen kann es zu erheblichen Beeinträchtigungen kommen. Darüber hinaus können weitere Verlusterlebnisse (u.a. Verlust der körperlichen Unversehrtheit, Verlust des Sicherheitserlebens, Verlust von Freiheit, etc.) starke Belastungen darstellen. In Folge eines Verlustes kann sich neben vielfältigen Reaktionen auch eine posttraumatische Belastungsstörung entwickeln. Das Seminar zeigt die Möglichkeiten der Verlustbewältigung mit Hilfe hypnotherapeutischer Konzepte sowie des Ego-States-Ansatzes auf. Dabei werden verschiedene Zugänge thematisiert.
Im Vordergrund des praxisorientierten Seminars steht die Überwindung von Störungen der Verlustbewältigung. Diese Störungen können durch Faktoren wie: traumatische Verlustereignisse, verzögerte, fehlende, chronische oder somatische Trauer entstehen. Spezifische Bereiche wie die Verlustbewältigung in der Geburtshilfe werden im Seminar berücksichtigt. Der Seminarleiter verfügt über umfangreiche Erfahrungen in der Arbeit mit betroffenen Menschen. Er arbeitet u.a. im Arbeitskreis Regionales Versorgungsnetzwerk psychosomatische Gynäkologie & Geburtshilfe Berlin mit. Praxisbeispiele, Demonstrationen und Übungen stehen im Vordergrund. Neben der Unterstützung der Betroffenen werden ebenfalls Hilfen für die BehandlerInnen thematisiert, die durch die Arbeit häufig vor besondere Herausforderungen gestellt werden.
Ghita Benaguid, Dipl.-Psych.
Wenn einem der Mut im Halse stecken bleibt,
Hypnotherapie bei Angst und Lampenfieber
01./02. Juni 2012
Bei Coaching- und Therapieanfragen zu Lampenfieber und Prüfungsangst ist oft die Zeit bis zum Tag X knapp, der emotionale und physiologische Druck hoch, und der Zugang zum intuitiven wie erlernten Wissen scheint vergessen.
In diesem Workshop werden hypnotherapeutische Interventionsstrategien auf dem Hintergrund der Verhaltenstherapie und der funktionalen Stimmarbeit aufgezeigt, die bei Prüfungsangst und Lampenfieber hilfreich sind, um von der Problemtrance in eine Lösungstrance zu kommen, Ressourcen zu aktivieren und das Selbstwirksamkeitserleben zu stärken.
Astrid Vlamynck, Ärztin
Das wird schon. Scheißkerle und doofe Zicken.
Wie die Liebe (wieder) schön werden kann.
Hypnotherapeutische Rituale gegen Liebesleid.
28./29. September 2012
Ein körpernaher hypnotherapeutischer Zugang zum konstruktiven Umgang mit Ängsten, Schmerzen, Frust und Sorgen zum Thema Liebe.
Es ist nicht leichter geworden mit der Liebe. Umso wichtiger ist es, innere und äußere Ressourcen entwickeln und nutzen zu können. Oft verhindern unbewusste Selbstsabotagemuster, dass wir mit Selbstwertgefühl, Ausdauer, Humor und Zuversicht eine neue Liebe suchen, in der Liebe bestehen oder eine Trennung bewältigen.
Häufig stehen frühe Lernerfahrungen im Weg, Loyalitäten mit unglücklichen Eltern, ideale Erwartungen (an uns und andere), blockierende innere Überzeugungen, automatisierte Fühl- und Denkgewohnheiten. Das Leben wendet sich dann gegen uns, statt dass es leicht(er) für uns arbeitet.
Das Angebot ist für alle, die mit dem Thema Liebe privat und beruflich besser zurechtkommen wollen. Für alle (die mit Menschen arbeiten), die ungewollt ohne Partner sind, sich in schwierigen Beziehungen erschöpfen oder nach einer Trennung den Weg ins Leben nicht finden.
Die Kombination aus Hypnotherapie und körperorientierten Behandlungselementen aus der Energetischen Psychotherapie (Energy Psychology®) erlaubt verblüffend schnelle und effiziente Wege aus dem (Liebes-) Unglück in das (Liebes-) Glück.
Highlights aus der Energetischen Psychotherapie (Klopfakupressur plus somatosensorische Integration) und die Voraussetzungen ihrer Wirksamkeit werden in Theorie und Praxis vorgestellt und praktisch eingeübt.
Eine körpergeleitete Trance bietet sehr gute Möglichkeiten, dysfunktionale Emotionen wie Wut, Liebeskummer und Ängste zu lindern. Die unwillkürliche Zusammenarbeit tieferer und neuerer Schichten des Gehirns, zwischen rechter und linker Gehirnhemisphäre, zwischen Denken und Embodiment kann so wirksam unterstützt werden. Die angebotenen Inhalte lassen sich in psychotherapeutischen Kontexten ebenso wie in Coachings einsetzen.
Dann können "Energieräuber" verabschiedet werden. Die Lebensgestaltung kann buchstäblich wieder in die eigenen Hände genommen werden. Dann kann die Liebe wieder zu unserm Glück und zu unserer Lebensqualität beitragen.
Stefanie Schramm, Dipl.-Psych.
"Hypnose lernen ist nicht schwer – Hypnotherapie dagegen sehr?!"
Hypnotherapeutische Kreativwerkstatt, um das Schwere leicht werden zu lassen
09./10. November 2012
Im Rahmen der Hypnotherapie-Weiterbildung lerne ich immer wieder KollegInnen kennen, die bereits viele hypnotherapeutische Seminare besucht haben und die von sich selber sagen "eigentlich weiß ich alles, was ich wissen muss, um hypnotherapeutisch zu arbeiten, ich traue mich aber nicht" oder solche die sagen "ich warte bis ich alles richtig kann, dann fange ich an, es umzusetzen".
Erfahrungsgemäß wird dadurch – wie bei so vielen Dingen – die Hürde immer höher und das Wissen entzieht sich mehr und mehr dem bewussten Zugriff. Als Hypnotherapeuten können wir uns natürlich trotzdem darauf verlassen, dass das Unbewusste weiterhin über das Gelernte verfügen kann und dieses in der ein oder anderen Situation selbständig einbringt. Oft ist es aber wünschenswert, auf das große Repertoire auch bewusst zurückgreifen bzw. sich irgendwann bewusst entscheiden zu können, das Ganze dem Unbewussten und der Intuition überlassen zu können.
In diesem Prozess soll der Workshop den TeilnehmerInnen helfen, den eigenen aktuellen Standpunkt zum hypnotherapeutischen Vorgehen und der Integration in die bisherigen therapeutischen Modelle und die Therapeutenpersönlichkeit zu klären. Dabei wird auf die "Passung" der einzelnen Methoden zum Therapeuten und zur bisherigen therapeutischen Ausrichtung genauso Wert gelegt, wie auf die Passung zum jeweiligen Klienten und dessen Zielen und Wünschen. Auch die sinnvolle Einbettung der hypnotherapeutischen Anteile in die individuelle Therapieplanung spielt dabei eine wichtige Rolle. Auf diese Art sollen die TeilnehmerInnen mehr Vertrauen in ihre bereits vorhandenen hypnotherapeutischen Fähigkeiten erlangen und dieses dadurch immer breiter aber auch gezielter einsetzen lernen. Das Finden der "optimalen" (Hypno-) Therapeuten-Trance kann dabei genauso hilfreich sein, wie die Freude am Ausprobieren.
Die vorgestellten Inhalte werden in Form von Gruppeninduktionen, Kleingruppenübungen, Demonstrationen und anhand von eigenen Beispielen der TeilnehmerInnen erlebbar. Die inhaltlichen und methodischen Schwerpunkte werden im Seminar gemeinsam mit den Teilnehmern gesetzt.
Ortwin Meiss, Dipl.-Psych.
Schuld, Schuldgefühl und schlechtes Gewissen
01./02. Februar 2013Schuldgefühle können permanenten Stress und Überforderung, Schlaflosigkeit und sexuelle Störungen auslösen, ein wesentlicher Grund für Schwellenängste, Zwänge und soziale Ängste sein und Genussunfähigkeit, Selbstboykott und Erfolglosigkeit zur Folge haben.
Schuldgefühle erweisen sich zudem oft als ausgesprochen hartnäckig gegenüber therapeutischen Veränderungsversuchen. Die betroffenen Klienten sehen zwar ein, dass sie nicht schuld sind, das ändert jedoch oft wenig an den Gefühlen.
In diesem Workshop werden hypnotherapeutische Strategien und Methoden vorgestellt, die auf eine schnelle und elegante Weise tief greifende Veränderungen und neue Sichtweisen des Klienten ermöglichen. Darüber hinaus wird ein genaues Verständnis über die Entstehung von Schuldgefühlen und schlechtem Gewissen angestrebt, wobei entwicklungspsychologisches und familientherapeutisches Wissen integriert wird. Verschiedene Formen der Schuld und der Versuche, mit ihnen umzugehen und sie zu kompensieren werden beschrieben.
Inhalte werden u.a. sein.
- Schuld und Attribution
- das Prinzip des Ausgleichs / die Bringschuld
- Tauschgeschäfte mit den Mächten des Himmels
- Rache, Strafe und Schuld
- Gerechte, moralische Schuld und Schuldausgleich
- Bindung durch Schuld / vergebliche Ausgleichsbemühungen
- Übernommene oder stellvertretene Schuld
- Schuld durch Verletzung der familiären Ordnung durch aufgezwungene Koalitionen
- Arbeit mit Personen, die unter einer "Existenziellen Schuld" leiden (wegen Dir habe ich heiraten müssen!)
- Schuld u. Berufswahl /die Motivation helfende Berufe zu ergreifen
- Arbeit mit inneren Dialogen u. der Gewissenstimme / Introjekte
- Entwicklung des Gewissens / Gewissen u. Gruppenzugehörigkeit
- schlechtes Gewissen u. Selbstbestrafungstendenzen Es wird erläutert, wie man mit Klienten arbeitet, die sich wirklich schul dig gemacht haben, und mit Personen umgeht, die ohne Schuldgefühle andere ausbeuten und betrügen (Psychopathen). Der Unterschied zwischen Schuld und Verantwortung, sowie zwischen - verzeihen und die Schuld streichen - wird deutlich gemacht.
Dr. Burkhard Peter, Dipl.-Psych.
Hypnotherapeutische Schmerzkontrolle
22./23. Februar 2013Die klinische Hypnose/Hypnotherapie gehört (zusammen mit ihrem Vorläufer, dem Mesmerismus/Animalischen Magnetismus), zu den ältesten und - unter bestimmten Voraussetzungen - effektivsten Methoden psychologischer Schmerzkontrolle. Schmerzen kann man als eine besondere Form der "Konstruktion von Wirklichkeit" ansehen. Es lohnt sich daher, die allgemeinen Prinzipien zur Konstruktion von Wirklichkeit daraufhin zu untersuchen, was sie zur hypnotischen Schmerzkontrolle beitragen können. Vor diesem konstruktivistischen Hintergrund werden gerade chronische Schmerzzustände und ihre hypnotische Veränderung verständlich und es ergeben sich Hinweise zur differentiellen Indikation.
Im praktischen Teil des Seminars werden Indikation und Kontraindikation für hypnotische Schmerzkontrolle, für symptom- und problemorientiertes Vorgehen erörtert und dann spezifische Techniken zur Schmerzkontrolle demonstriert, praktisch eingeübt und in ihrer Anwendung diskutiert bzw., soweit möglich, wiederum demonstriert und eingeübt.
Die Bereitschaft der Teilnehmer zu aktiver Selbsterfahrung in den verschiedenen hypnotischen Techniken ist sowohl bei den Demonstrationen wie auch bei den Übungen wünschenswerte Voraussetzung.
Peter, B. (2003). Hypnose. In H.-D. Basler, C. Franz, B. Kröner-Herwig, & H.P. Rehfisch (Hrsg.), Psychologische Schmerztherapie. Berlin: Springer.
Peter, B. (1998). Möglichkeiten und Grenzen der Hypnose in der Schmerzbehandlung. Der Schmerz, 12, 179-186.
Revenstorf, D. & Peter, B. (Hrsg.) (2009). Hypnose in Psychotherapie, Psychosomatik und Medizin. Heidelberg: Springer. siehe www.MEG-Stiftung.de (darin die speziellen Kapitel über Schmerzkontrolle)
Dr. Elsbeth Freudenfeld und Prof. Dr. Dirk Revenstorf
Bearbeitung von Träumen
19./20. April 2013Träume sind ein Teil unserer mentalen Verarbeitung. Sie benutzen eine andere Repräsentation als unsere gewöhnliche Sprache. Sie verwenden Bilder und Symbole in einer Form, die vermutlich phylogenetisch älter ist als die Sprache selbst. Träume ähneln als mentaler Prozess hypnotischen Trancen. Ihre Bearbeitung stellt daher eine sinnvolle Ergänzung zum Alltagsdenken dar. Davon ausgehend, dass Träume der Abgleich von Tagesinformationen mit den schon vorhandenen Erfahrungen darstellen, gewähren sie einen nützlichen Einblick in die Themen und Bewältigungsstrategien, die für das Individuum momentan relevant sind. Für die therapeutische Arbeit lassen sich daraus Informationen und Ansatzpunkte für die Begleitung des Veränderungsprozesses ableiten. Die Traumbearbeitung in diesem Seminar nutzt auch hypnotische Trance und basiert auf Methoden der Jungschen Traumanalyse und der Gestalttherapie. Außerdem werden die empirischen Grundlagen des Träumens erläutert.
Teilnehmer mögen bitte mindestens einen (alten oder neuen) Traum von sich zur Bearbeitung mitbringen und einen von einer anderen (nicht-teilnehmenden) Person: Klient oder Bekannte(r).
Literatur:
Adam, KU (2000)Therapeutisches Arbeiten mit Träumen, Heidelberg: Springer
Freud S (1961) Die Traumdeutung. Frankfurt/M: Fischer
Hall JA (1982) Arbeit mit Träumen in Klinik und Praxis. Paderborn: Junfermann
Jung CG (1990) Traum und Traumdeutung. München: dtv
Winson J (1986) Auf dem Boden der Träume. Weinheim Basel: Beltz
Wolf, FA (1997) Physik der Träume. Berlin: Biblos Verlag
Zimmer DE (1986) Schlafen und Träumen. Die Nachtseite unseres Lebens. Frankfurt: Ullstein
Dr. Kai Fritzsche, Dipl.-Psych.
Einführungsseminar in die Ego-State-Therapie "Beziehungsaufbau mit ressourcenreichen Ego-States"
07./08. Juni 2013Die Ego-State-Therapie stellt ein Energie- und Teilemodell der Persönlichkeit dar (Frederick, 1994; Phillips & Frederick 1995, Watkins & Watkins, 1997). Das Ich wird dabei durch eine Anzahl von Ich-Zuständen, also Ego-States beschrieben, die durch mehr oder weniger durchlässige Grenzen voneinander getrennt sind.
Die Annahme, dass die menschliche Persönlichkeit aus mehreren Teilen, Ich-Zuständen oder Subselbsten zusammengesetzt sei, ist nicht neu und wurde von vielen bedeutenden Theoretikern und Klinikern vertreten, wie Janet (1919, 1976), William James (1890, 1983), Morton Prince (1905, 1978), Franz Alexander (1930), Jung (1969) und Milton H. Erickson (1940, 1980). In der psychotherapeutischen Landschaft lässt sich eine Reihe von Teile-Modellen finden, die auf dieser Grundannahme beruhen. John und Helen Watkins konzeptualisierten in den neunziger Jahren das Modell der Ego-State-Therapie. Sie griffen dabei auch besonders auf hypnotherapeutische Konzepte zurück. Die Grundhaltung, dass jedes Individuum einzigartig ist und über wichtige Ressourcen verfügt, spielt in diesem Ansatz eine bedeutende Rolle.
Jeder Ego-State wird als ein anpassungsfähiges Mitglied eines inneren Systems betrachtet, das sich auch als innere Familie beschreiben ließe. Ego-States zeichnen sich durch eigene Wahrnehmungen, Gefühle, Überzeugungen, Körperzustände und Bedürfnisse aus. Sie können zu unterschiedlichen Zeitpunkten und Anlässen im Leben eines Menschen entstehen. Das heißt, Ego-States existieren bei jedem Menschen, also auch im so genannten Bereich normalen Erlebens. Ego-States haben eine spezifische, protektive Funktion. Die Entstehung und Funktion der Ego-States steht eng mit Bindungserlebnissen, Lernerfahrungen, kritischen Lebensereignissen und traumatischen Erfahrungen in Zusammenhang.
Eine Pathologie zeigt sich gewöhnlich dann, wenn Uneinigkeiten oder ein Mangel an Kooperation zwischen den Ego-States auftreten. Das Ziel der Ego-State-Therapie ist die Integration, die als ein Zustand verstanden wird, in dem die einzelnen Ego-States in respektvoller und vollständiger Kommunikation miteinander stehen und in harmonischen und kooperativen Beziehungen miteinander existieren. Um dieses Ziel zu erreichen, stehen vielfältige spezifische Interventionen zur Verfügung. In die phasenorientierte Arbeit mit der Ego-State-Therapie lassen sich darüber hinaus verschiedenste psychotherapeutische Methoden kreativ integrieren. Die Ego-State-Therapie ist neben ihrer Anwendung als ressourcenvolle Traumatherapiemethode auch zur Behandlung eines breiteren Störungsspektrums sehr gut eignet.
Im Einführungsseminar liegt der Schwerpunkt auf dem Beziehungsaufbau mit ressourcenreichen Ego-States und deren Nutzung für den therapeutischen Prozess.
Methoden:
Im Seminar wird den TeilnehmerInnen ein Einblick in die theoretischen Ansätze, die Methoden und Behandlungsstrategien der Ego-State-Therapie praxisnah und abwechslungsreich vermittelt. Durch Demonstrationen, Übungen und Diskussionen wird ein vielfältiger Zugang geschaffen. Das Seminar wird die Möglichkeit bieten, erste Schritte der Ego-State-Therapie unmittelbar anzuwenden, also in die eigene psychotherapeutische Arbeit einzuflechten. Es soll auch Lust darauf machen, sich mehr mit diesem Ansatz und seinen vielseitigen Anwendungsmöglichkeiten zu beschäftigen.
Literatur:
Fritzsche, K. & W. Hartman (2010): Einführung in die Ego-State-Therapie. Heidelberg (Carl-Auer).
Dieses Seminar wird anerkannt als:
C Seminar (MEG)
Grundausbildung Ego-State-Therapie (G1)
Curriculum Ego-State-Therapie (EST-A)
Hanne Seemann, Dipl.-Psych.
Freundschaft mit dem eigenen Körper schließen – Therapie psychosomatischer Störungen
28./29. Juni 2013Psychosomatische Störungen können theoretisch sehr unterschiedlich konzipiert werden. In diesem Seminar wird ein Kommunikations- bzw. Beziehungskonzept vorgestellt, das unmittelbar therapeutisch genutzt werden kann.
Der metaphorische Bezugsrahmen "Ich" und "mein Körper" – systemtheoretisch betrachtet handelt es sich um die willkürlichen und unwillkürlichen Funktionssysteme innerhalb einer Person – wird als soziales System verstanden, in dem der Körper unbeachtet, unverstanden, unzufrieden ist und sich mittels psychosomatischer Symptome bei seinem "Besitzer" beklagt, um Hilfe ruft, protestiert. Dieser jedoch versteht nicht, worum es geht, bringt ihn zum Arzt, gibt ihm ein Medikament, verhält sich ärgerlich, feindlich, rational. Die therapeutische Zielsetzung heißt: freundschaftliches Zusammenleben von Partnern mit gegensätzlichen Zielen und Werthaltungen.
Inhalte: Darstellung konzeptueller Ansätze, Entstehungsdynamik verschiedener Typen psychosomatischer Störungen, Bezug zum Vegetativum, Metaphern in Beziehungssystemen, Umgang mit Imbalancen, Praktische Übungen und therapeutische Geschichten.
Paul Janouch Dipl.-Psych., Dipl.-Päd.
Hypnotherapie bei Angststörungen
11./12. Oktober 2013Schätzungsweise ein bis zwei Millionen Menschen in Deutschland leiden unter Angstsymptomen. Hypnose eignet sich in hervorragender Weise zur Therapie von Ängsten. In dem Workshop wird ein Behandlungsmodell vorgestellt, das die Angstbehandlung einfach, schnell und effektiv machen kann und außerdem mit verhaltenstherapeutischen oder tiefenpsychologischen Ansätzen kompatibel ist. Die Mehrzahl der Patienten benötigt nicht mehr als 10 bis 20 Sitzungen, um eine deutliche Besserung oder Symptomfreiheit zu erzielen.
Kernpunkt des Ansatzes ist ein problem- bzw. symptomorientiertes Vorgehen, was bedeutet, daß es hier nicht primär darum geht, ein störendes oder dysfunktionales Verhalten zu eliminieren, sondern daß das Symptom als Ressource verstanden und genutzt werden soll. Dem liegt die Erfahrung zugrunde, daß jedes (Angst-) Symptom, so irrational es - isoliert betrachtet - auch sein mag, ursprünglich sehr wohl eine sinnvolle Funktion hatte (oder noch hat). Mit hypnotischen Techniken, die unmittelbar am Symptom ansetzen, kann das Symptom in den meisten Fällen entschlüsselt, in seiner "Sprache" verstanden werden. Mit anderen Worten: Der Patient muß nicht weiter seinen sinn- und aussichtslosen Kampf gegen das Symptom führen, sondern lernt zu verstehen, wozu das Symptom "gut" war (oder ist). Die Hypnotherapie bedient sich dabei der Tatsache, daß das Symptom und die hypnotischen Reaktionen einen gemeinsamen Nenner - die Unwillkürlichkeit - haben, also sozusagen eine gemeinsame Sprache sprechen.
Hanne Seemann, Dipl.-Psych.
Selbstherrlichkeits-Training für Frauen und schüchterne Männer
Mit Power hervortreten – mit Gelassenheit zurücktreten
6./7. Dezember 2013
Viele Menschen wünschen sich, in bestimmten Situationen besser standhalten und leichter und eleganter "hervortreten" zu können. Stattdessen bleiben sie oft zurückhaltend, ja fast unsichtbar und ärgern sich hinterher, dass sie den richtigen Zeitpunkt verpasst haben und nicht wahrgenommen wurden. Sie glauben, dass andere Menschen ein Naturtalent für öffentliche Auftritte haben, sie selbst jedoch immer wieder nervös und angestrengt in solche Herausforderungen hineingehen und erschöpft aus ihnen herauskommen. Sie bereiten sich auf wichtige Ereignisse, in denen sie Präsenz entfalten möchten, inhaltlich sorgfältig vor, fühlen sich auch kompetent – versäumen aber, sich körperlich und emotional einzustimmen.
Jenseits solcher Anforderungen bei öffentlichen Auftritten ist es auch eine generelle Entwicklungsaufgabe für jeden Mann und jede Frau, eine gute Dynamik zu finden zwischen dem "Hervortreten und Standhalten" in Beziehungen und dem "Zurücktreten" in die private Intimität, womit das eigentliche Bei-sich-zuhause-Sein gemeint ist.
Im Seminar werden beide Dynamiken mittels verschiedener Rituale und Metaphern eingeübt. Sie sollen in entsprechenden Kontexten leicht und spontan realisierbar werden, um eine gute Energieökonomie zu entfalten.
Nicht mehr Energie einzusetzen, als für eine optimale Gestaltung der Arbeit und des Lebens erforderlich ist, und gleichzeitig auch immer die passende Menge zur Verfügung zu haben, ist eine wichtige Voraussetzung für Gesundheit und ein erfreuliches (Arbeits)-Leben. Die eigene Macht und Herrlichkeit zu spüren und am richtigen Ort zur Wirkung kommen zu lassen, erhöht das eigene Wohlbefinden und auch das der Umgebung erheblich.
Ziele
Das zentrale Ritual dient dazu, den" inneren Krieger" zu entwickeln, das heißt: Hervortreten, sich zeigen, zu Präsenz kommen, Standhalten, Respekt und Achtung bezeugen, den Kampf meiden. Eine Imaginationsübung wird zum Hervorholen der schönen Gestalt verwendet – geeignet für Vorstellunggespräche beruflicher und privater Art. Für die Gegendynamik des Zurücktretens werden Schutz- und Unsichtbarkeitsmetaphern als Imaginationsbilder verwendet.
Methoden
Tranceübungen, Geschichten, Rituale, Körperübungen, Meditation im Stehen, QiGong-Tiger
Klinische Hypnose Was ist Hypnose? Warum Hypnotherapie? Curriculum Klinische Hypnose B-Seminare C-Seminare Supervision Psychodynamisch Imaginative Traumatherapie (PITT) nach Prof. Dr. med. Luise Reddemann
